Katathymes Bilderleben

"Ich schließe meine Augen, um zu sehen."  (Paul Gaugin)

Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP), die von dem Arzt und Psychoanalytiker Dr. Hanscarl Leuner entwickelt wurde, ist eine Therapieform, bei der mit Tagträumen (Imaginationen) gearbeitet wird.

Die Sprache unserer Seele ist bildhaft. Dies wird bei dieser Therapieform genutzt.

Zu Beginn einer Behandlung wird ein ausführliches Gespräch über die Lebensgeschichte und die aktuellen Beschwerden des Patienten geführt.

Bei dieser Therapieform wird der Patient angeregt, sich im entspannten Zustand ein ausgewähltes Motiv (z.B. Berg, Wiese, Fluss) vorzustellen. Daraus entwickeln sich Bilder der persönlichen, imaginativen Welt.

Unbewusste, aber auch aktuelle Konfliktthemen treten symbolisch verkleidet in das Bewusstsein und können für die Konfliktbearbeitung genutzt werden.

Es ist wie eine Traumreise. Doch im Unterschied dazu beschreibt der Patient, was er sieht, hört und fühlt. Von dem Therapeuten werden Fragen dazu gestellt oder Anregungen gegeben, je nach Situation.

Die Selbstheilungskräft der Seele werden angeregt.

Durch empathisches Verstehen und den ständigen Dialog begleitet der Therapeut den Patienten. So erhält er die Möglichkeit, sich mit seinen Themen zu konfrontieren und neue Verhaltensweisen zu erproben sowie neue Beziehungserfahrungen zu sammeln.

Die Entdeckungsreise in die innere Bilderwelt hilft, bisher unbekannte Zusammenhänge zu verstehen, aus gelernten Beschränkungen herauszuwachsen und innere Potentiale zu erschließen.

Im Nachgespräch wird das in der Imagination erlebte dann mit aktuellen Themen und Episoden der Lebensgeschichte verbunden, mit dem Ziel, diese sinnvoll in den biographischen Kontext zu integrieren.

Neue Erfahrungen werden daraufhin überprüft, ob sie sich als Verhaltensmöglichkeiten für den Alltag eignen.

Eingesetzt wird das katathyme Bilderleben in der Kurztherapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen:

  • bei der Bewältigung von akuten Herausforderungen und Krisen
  • beim Umgang mit emotionsgeladenen Situationen, in denen es "brennt" und schnelle Einsichten von Vorteil sind
  • bei der Aufarbeitung von Angstzuständen und Traumata
  • in der Begleitung bei körperlichen Erkrankungen und chronischen Schmerzen
  • beim Abbau von Blockaden
  • um die Kreativität zu steigern
  • bei der Prävention von Stress und Burnout
  • in der Begleitung bei spirituellen Sinnkrisen

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