Doppler-Ultraschall-Diagnostik

Mobilität ist ein Merkmal unserer Zeit. Wir sind viel unterwegs: Mit dem Auto, der Bahn, dem Flugzeug und natürlich auch zu Fuß. Für etwa eine Million Menschen in Deutschland ist letzteres nicht mehr selbstverständlich.

Sie leiden unter einer Gefäßerkrankung, die ihre Bewegungsfreiheit einschränkt und ihre Gesundheit bedroht, der "peripheren arteriellen Verschlußkrankheit". Die Folgen können gravierend sein: Schmerzen beim Stehen, offene Beine, Verlust von Gliedmaßen. Wir kennen die Einflüsse, die diese Krankheit begünstigen und können sie gezielt bekämpfen.

Häufigste Ursachen der chronisch arteriellen Verschlußkrankheit ist die Arterienverkalkung. Sie stellt sich annähernd gleich häufig ein wie eine koronare Herzkrankheit. Ältere Menschen zeigen viermal so häufig arterielle Beinverschlüsse wie 35- bis 44-jährige.

Als die wichtigsten Risikofaktoren gelten:

  • Rauchen, insbesondere Zigaretten
  • Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörungen

Patienten mit drei oder mehr Risikofaktoren haben sechsmal häufiger Verschlüsse als ohne Risikofaktoren, 8,1% keine Symptomatik. Aber auch eine asymptomatische arterielle Verschlußkrankheit bedeutet ein hohes Risiko, bald zu sterben.

Die Doppler-Sonographie ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung, mit der die Geschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen (Arterien und Venen) gemessen wird. So lassen sich Gefäßverengungen aufdecken. Der Ultraschallkopf sendet Ultraschallwellen einer bestimmten Frequenz aus. Trifft dieses Schallwellenbündel auf die Blutkörperchen in den Gefäßen, wird ein Teil der Wellen mit veränderter Frequenz reflektiert. Die Frequenzänderung hängt von der Bewegung der Blutkörperchen ab An Gefäßverengungen verändert sich die Geschwindigkeit und die Richtung der Blutkörperchen. Das lässt sich akkustisch darstellen.

Deshalb sollte bei allen älteren Patienten , besonders solchen mit Risikofaktoren, regelmäßig der Knöchel-Arm-Index bestimmt werden. Denn auch ohne Symptome haben diese Patienten unbehandelt eine schlechte Prognose.

Richtlinien für Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine

  • nicht rauchen (Völliges Rauchverbot)
  • täglich körperliche Bewegung (Spaziergänge, Gehübungen, Gymnastik)
  • sorgfältige Fußpflege (tägliche Waschungen, Fußpuder)
  • Vermeiden jeder Verletzung, besonders beim Nagelschneiden (Wunden und Wundstellendem Arzt zeigen und nie mit Salbe behandeln, sondern Wundpuder und Schnellverband verwenden)
  • nicht barfuß gehen (Verletzungsgefahr)
  • Vermeiden von Hitze und Kälte, keine Wechselfußbäder, keine Wärmflasche
  • nur mit ärztlicher Erlaubnis bei guter Verträglichkeit ansteigende Fußbäder nehmen
  • mehrmals am Tag Schuhe wechseln
  • nur bequemes Schuhwerk tragen
  • täglich frische Socken anziehen
  • im Winter wollene Socken tragen
  • Fußpilz bekämpfen, Mull zwischen die Zehen legen
  • diätische Maßnahmen sind zusätzlich zu empfehlen 

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